Vitamin E

  • Wirkung
    • Kardiovaskuläre Erkrankungen: (zum Beispiel Atherosklerose, Thrombosen, periphere arterielle Verschlusskrankheit, Kreislaufstörungen, Krampfadern, Hypercholesterinämie, Prophylaxe und Nachfolgebehandlung von Herzinfarkten, Hypertonie)
    • Neurologische Erkrankungen: zum Beispiel Tardive Dyskinesie und Alzheimerkrankheit
    • Diabetes und diabetesbedingte Komplikationen: viele Diabetiker leiden unter Vitamin-E-Mangel
    • Durch freie Radikale verursachte Krankheitsbilder: zum Beispiel Entstehung von grau-em Star
    • Muskelschwund und Muskelschäden
    • Ausdauer 
    • Fibromyalgie
    • Wundheilung (Narbenbildung, Verbrennungen, atopische Hautbeschwerden)
    • Gelenkerkrankungen (zum Beispiel Arthrose und rheumatoide Arthritis)
    • Hormonstörungen (Frauen), zum Beispiel prämenstruelles Syndrom (PMS)
    • Unfruchtbarkeit
    • Klimakterische Beschwerden
  • Von der Anwendung von Vitamin-E-Dosen von mehr als 500 mg pro Tag während der Schwangerschaft und Stillzeit wird abgeraten, mit Sicherheit, wenn nicht die komplexe Form von Vitamin E verwendet wird.
  • Bis vor kurzem bestand die Annahme, dass die Einnahme von Vitamin E in extrem weiten Grenzen sicher ist. Auf der Basis zahlreicher kontrollierter Doppelblindstudien wurden selbst noch Dosen von bis zu 3000 mg als sicher betrachtet. Dennoch geben eine Reihe umfangrei-cher Studien in den letzten Jahren zunehmenden Anlass, an dieser Ansicht zu zweifeln. Bei Patientengruppen, die über mehrere Jahre hohe Dosen Vitamin E (mehr als 500 IE pro Tag) einnahmen, wurde festgestellt, dass bei ihnen nicht, wie erwartet, eine erhöhte Schutzwirkung eintrat, sondern sich, im Gegenteil, die Sterberate bei diesen Patienten gegenüber dem Durchschnitt erhöhte. Inzwischen wurde heftige Kritik an der bei diesen Studien verwendeten Methodologie geäußert. Auch hat ein maßgeblich an diesen Untersuchungen beteiligter Wissenschaftler inzwischen eingeräumt, dass (obwohl dies in der Publikation nicht erwähnt wird) beobachtet wurde, dass geringere Dosen von Vitamin E (weniger als 400 IE) durchaus eine Schutzwirkung gegen kardiovaskuläre Erkrankungen ausüben.
  • Hohe Dosen von Vitamin E (mehr als 800 IE pro Tag) können die Wirkung von blutverdünnen-den Medikamenten (Antikoagulantien) verstärken. Es wurde festgestellt, dass Vitamin E durch anorganische Eisensupplemente („Eisentabletten“) vollständig abgebaut werden kann. Auch andere Wechselwirkungen mit konventionellen Medikamenten oder Naturheilmitteln sind möglich. Hierzu sollte in jedem Fall fachlicher Rat eingeholt werden.
  • 100-1000 IE Vitamin E

    Entgegen den Aussagen neuerer Veröffentlichungen, die die positive Wirkung höherer Dosen von Vitamin E anzweifeln (siehe auch „Nebenwirkungen“) sind wir noch immer der Auffas-sung, dass hohe Dosen von Vitamin E sicher und gesundheitsfördernd sind. Dies jedoch nur unter der Voraussetzung, dass Vitamin E als Komplex (d. h., zusammen mit anderen Toco-pherolen) verabreicht wird. Es wird empfohlen, eine hochdosierte Therapie mit ausschließlich d-alpha-Tocopherol nur über kurze Zeiträume durchzuführen.

  • Die Wirkung von Vitamin E wird durch Vitamin C und Glutathion verstärkt. Daher hat die ge-meinsame Anwendung von Vitamin C, NAC und Vitamin E eine synergistische Wirkung. Um eine optimale Versorgung mit synergistischen Nährstoffen sicherzustellen, empfehlen wir au-ßerdem die Verwendung eines guten Multivitaminpräparats als Supplementierungsgrundla-ge.
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