Eisen

  • Eisen ist der wichtigste Bestandteil des Hämoglobinmoleküls, dem sauerstofftransportierenden Teil der roten Blutkörperchen. Rote Blutkörperchen nehmen Sauerstoff in der Lunge auf und transportieren ihn durch den ganzen Körper. Weiterhin ist Eisen für eine Reihe wichtiger Enzymsysteme im Körper erforderlich ist (unter anderem für Cytochrom und Katalase). Eisen wird in Form von Myoglobin in den Muskeln gespeichert. Eisen ist ein wichtiges Coenzym bei der Bildung aller Neurotransmitter und spielt eine wichtige Rolle in der Atmungskette (aerober Stoffwechsel).
  • Eisenmangel
  • Nicht verwenden bei Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose).
  • Eisen ist ein starkes Prooxidans, sodass eine Erhöhung der Eisenkonzentration im Körper im Prinzip zu einer erhöhten Oxidation von LDL-Cholesterin und vermehrten Schäden an Gefäßwänden führen kann. Auch andere Folgen eines erhöhten Radikaldrucks können durch zusätzliches Eisen verursacht werden. Eine Ergänzung der Therapie durch Antioxidantien wird daher dringend empfohlen.
  • Eine hohe Aufnahme anderer Mineralstoffe (vor allem Calcium [Milch], Magnesium und Zink) kann die Resorption von Eisen hemmen.
  • Eine Dosierung von 15 mg elementarem organischem Eisen ist für die meisten Anwendungen ausreichend.

    Eisen wird am besten auf nüchternen Magen (zwei Stunden nach einer Mahlzeit) resorbiert und bindet an Magensäurehemmer und einige Medikamente. Organische Eisenformen (wie Eisenfumarat und Eisengluconat) werden gut absorbiert und verursachen weniger oder keine der Nebenwirkungen, die bei anorganischen Eisensupplementen wie Eisensulfat („Stahlpillen“) regelmäßig auftreten (zum Beispiel Verstopfung oder andere Darmbeschwerden).

    Die Verabreichung von organischem Eisen und etwaigen Adjuvanten muss nach dem Auftreten einer Anämie über einen langen Zeitraum erfolgen. Es kann Monate bis über ein Jahr dauern, bis die Eisendepots im Körper wieder vollständig gefüllt sind. Nachdem sich der Hämoglobinwert im Blut durch Eisensupplementierung normalisiert hat, muss die Kur noch weitere sechs Wochen fortgesetzt werden, um die Eisendepots im Körper vollständig aufzufüllen. Die langfristige Verwendung von hochdosiertem organischem Eisen (mehrere Kapseln pro Tag) kann wegen der Gefahr der Eisenüberladung nur bei regelmäßiger Überwachung des Eisenstatus erfolgen.

  • Unkomplizierte ferriprimäre Anämie kann mit oraler Eisensupplementierung wirksam bekämpft werden, sofern die erforderlichen Synergisten vorhanden sind, die gewährleisten, dass die Resorption tatsächlich stattfinden kann. Hierbei ist an Substanzen wie Vitamin C, Vitamin B1, B2, B3, B5, B6 und B12 und nicht zuletzt Magnesium zu denken. Alle diese Synergisten sind in Haematonyl enthalten.
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